Warum ich zum schottischen Adel gehöre

Warum ich zum schottischen Adel gehöre

Adel verpflichtet. Seit ich den Titel einer Lady of Glencoe trage, wird in meinem Namen ein reizendes Fleckchen Natur in den westlichen Highlands Schottlands gehegt und gepflegt. in dieser herrlichen Landschaft drehte man Filme wie Braveheart und Rob Roy. Nach einer Wanderung über meine Ländereien kehre ich gern im entzückenden Fort William ein, Endpunkt des West 

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Prokrastination: Immer schneller langsam werden

Prokrastination: Immer schneller langsam werden

Ein neues Keyword jagt durchs Netz, seit unser gern gelebtes Wissen, dass morgen auch noch ein Tag sei, mit dem hippen Begriff der „Prokrastination“ geadelt wurde. Früher nannte man es „Faulheit“, obwohl echte Prokrastination damit so wenig zu tun hat wie mit Entscheidungsunfreude, Bedächtigkeit oder Antriebslosigkeit. Hamlet, der den Rachemord an seinem Onkel über fünf Akte lang aufschiebt, ist der erfolgreichste Prokrastinateur der Literatur. An seinem Beispiel zeigt sich, wie viel Energie echte (mehr …)

maßvoll Arbeiten – heute: die halbe Gretel

maßvoll Arbeiten – heute: die halbe Gretel

In welchen Maßeinheiten wird Arbeit abgebildet? Bezahlt wird nach Stunden, Joule misst Energie, Kraft ist Masse mal Beschleunigung… alles nicht geeignet, das Wesen der erbrachten Arbeitsleistung in eine messbare Größe zu zerlegen, die auch nur die wesentlichsten Faktoren wie inneren Widerstand, Faulheitsrelevant, Ablenkungskorrelation und Zeitdruck berücksichtigt.  (mehr …)

Mehr Nutzen ohne Mehrwert

Mehr Nutzen ohne Mehrwert

Heutzutage lässt sich ja kein Blog mehr unbedarft und unbelastet starten. Da reden alle ernstzunehmenden Blogbetreiber vom Mehrwert, den ein Blog haben muss, wenn er für mehr Leute als Freunde, Familie und Fysiotherapeut interessant sein soll. „Du musst ein Problem für deine Leser lösen“, klingt es da rabiat von ALLEN Seiten herunter. Und ich denke: Sollen die ihre Probleme doch selbst lösen. Meine – so ich denn welche hätte – löst ja auch keiner. Und das ist gut so. (mehr …)

In der Boutique der Lebensmodelle

In der Boutique der Lebensmodelle

Die Verkäuferin hinterm Tresen sieht aus wie Grace Kelly. Sie riecht nach Autofahrten mit gutgebauten Erben, Affären mit Reedern und einer Villa am Comer See. Nicht sehr originell, ihr Vintage-Lebensentwurf, und sicher nichts für mich. Aber ich muss zugeben, dieser nostalgische Glamour hat was.

„Ich hätte gern ein neues Lebensmodell“, sage ich tapfer. „Gediegen, aber nicht langweilig. Und bezahlbar.“ (mehr …)

Warum der beste Blog der Welt erst heute online geht

Warum der beste Blog der Welt erst heute online geht

Gute Vorsätze sind ähnlich verbindlich wie die Fahrpläne der Bahn. Man beabsichtigt im Grunde schon, um 17:32 Uhr von Gleis 13 abzufahren. Aber irgendwie kommt dann die Materialermüdung – der Einfall einer völlig unerwarteten Wanderdüne – ein all-you-can-eat-Angebot der Croissanterie nebenan dazwischen. Doch während sich der Zug dann in der Regel halt eine halbe Stunde später doch noch zur Abfahrt bequemt, ist bei unseren Vorsätzen gleich die Luft raus.

„Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne…“, sagte Hesse – und bewies damit, dass auch er ein Fan der guten Vorsätze war. Was er im weiteren Verlauf des Gedichts verschweigt, ist (mehr …)