von martina | 8 Februar 2016 | unterwegs
Wer suchte nicht nach Wegen, sich die Arbeit zu erleichtern, gar versüßen? Neben dem gezielten Einsatz arbeitsraumerweiternder Drogen bietet sich das – gerne exotische – Ausland als optimale Alternative an. Im Grunde eine Art Home-Office, nur eben nicht daheim, sondern ganz weit weg: dort, wo es warm ist und man vom quietschenden Röhren fremder Vöglein in den Schlaf gesungen wird. Und vom Tuck-Tuck der Tuk-Tuks wieder jäh aus dem Schlummer gerissen.
Arbeiten, wo andere Urlaub machen – das hat natürlich auch eine Kehrseite. Nämlich:
(mehr …)
von martina | 7 Februar 2016 | unterwegs
heute ist chinesisches Neujahr, zu dem mir eben meine neue chinesische Freundin Koyal per Email gratulierte. Sie ist winzig und bildschön, geht mir vielleicht bis an die Schulter, trägt stylische Klamotten aus Hanf, die eine japanische Freundin von ihr entwirft, und ist mir in wenigen Tagen so lieb wie eine kleine Schwester geworden. Sie sieht wirklich so aus, als sei sie für die Augsburger Puppenkiste geschnitzt worden – und zwar von einem besonders ehrgeizigen Künstler
(mehr …)
von martina | 24 Januar 2016 | Blog
Heutzutage lässt sich ja kein Blog mehr unbedarft und unbelastet starten. Da reden alle ernstzunehmenden Blogbetreiber vom Mehrwert, den ein Blog haben muss, wenn er für mehr Leute als Freunde, Familie und Fysiotherapeut interessant sein soll. „Du musst ein Problem für deine Leser lösen“, klingt es da rabiat von ALLEN Seiten herunter. Und ich denke: Sollen die ihre Probleme doch selbst lösen. Meine – so ich denn welche hätte – löst ja auch keiner. Und das ist gut so. (mehr …)
von martina | 18 Januar 2016 | Blog
Die Verkäuferin hinterm Tresen sieht aus wie Grace Kelly. Sie riecht nach Autofahrten mit gutgebauten Erben, Affären mit Reedern und einer Villa am Comer See. Nicht sehr originell, ihr Vintage-Lebensentwurf, und sicher nichts für mich. Aber ich muss zugeben, dieser nostalgische Glamour hat was.
„Ich hätte gern ein neues Lebensmodell“, sage ich tapfer. „Gediegen, aber nicht langweilig. Und bezahlbar.“ (mehr …)
von martina | 18 Januar 2016 | Blog
Gute Vorsätze sind ähnlich verbindlich wie die Fahrpläne der Bahn. Man beabsichtigt im Grunde schon, um 17:32 Uhr von Gleis 13 abzufahren. Aber irgendwie kommt dann die Materialermüdung – der Einfall einer völlig unerwarteten Wanderdüne – ein all-you-can-eat-Angebot der Croissanterie nebenan dazwischen. Doch während sich der Zug dann in der Regel halt eine halbe Stunde später doch noch zur Abfahrt bequemt, ist bei unseren Vorsätzen gleich die Luft raus.
„Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne…“, sagte Hesse – und bewies damit, dass auch er ein Fan der guten Vorsätze war. Was er im weiteren Verlauf des Gedichts verschweigt, ist (mehr …)